Menschen - in Kooperation

Wir sind immer wieder überrascht, wo und mit welch genialen Intentionen, neue (kooperative) Projektideen bereits entstanden bzw. in Vorbereitung sind. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig an-gepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft. Koordination / Redaktion: Gerd K. Schaumann
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09.04.2018

„Weg frei“ – Jetzt Volksbanken verschmelzen!? (Teil 1)



Frage:

In unserer Gemeinde geht das Gerücht um, dass die Volkbank-Filiale demnächst geschlossen werden und „unsere“ Volksbank danach verschmolzen werden soll.
Inzwischen sind tatsächlich Diskussionen in Gang gekommen, sich gegen eine Verschmelzung massiv zu wehren.

Da wir gerade die Gründung einer Bürgergenossenschaft vorbereiten, ist das Thema hochinteressant. Einige Mitglieder der Gründungsgruppe vertreten sogar die Meinung, dass die „Volkbanken-Fusion“ eine große Chance für unseren Ort wäre. Das sind die – recht umstrittenen -  Hauptargumente der Befürworter einer Verschmelzung:

A.   Das Geld bleibt im Dorf, wenn verschmolzen wird und kann für sinnvolle Projekte genutzt werden.
B.   Banken in dieser Form haben sowieso keine lange Lebenszeit mehr.
C.   Die Geldversorgung kann auch durch unsere Bürgergenossenschaft sichergestellt werden. Wir nennen sie dann halt Bürgerbank.
D.   Raiffeisen hat damals „Darlehnskassen“ gegründet, um den „Zinswucher“ zu bekämpfen. Heute würde er Wohnungen bauen und Bauland kaufen, um den „Mietwucher“ zu bekämpfen. Genau damit soll sich unsere Bürgergenossenschaft – die auch „Wohnungsbau für Bürger“ organisieren soll -  befassen.

Könnten Sie uns zu dieser verwirrenden Diskussion einige Hinweise geben? 


Antworten

Sie haben sozusagen in ein „Wespennest“ gestochen. …

In der Tat scheinen die Verbände der Volks- und Raiffeisenbanken eine eher unverständliche Politik der Bankenverschmelzung zu betreiben.
(Hinweis: Wenn wir künftig von Raiffeisen- und Volksbanken sprechen, nutzen wir zur Vereinfachung den Begriff „Raiffeisenbank“, um damit bewusst an das „Denken“ von Friedrich Wilhelm Raiffeisen zu erinnern. – Er gründete damals die Darlehnskassen als Antwort auf die ländliche Not, vor allem den bestehenden „Zinswucher“ gegen die Landbevölkerung zu beenden).

Wo letztlich diese „Verschmelzungs-Strategie“ hinführt – und diese Antwort  könnte Sie überraschen – ist aus unserer Sicht eher nachrangig.
Ob es schlussendlich pro Bundesland nur noch eine, zwei oder auch keine „Groß-Raiffeisenbank“ mehr gibt,  ist relativ unbedeutend. Wir vermuten eher, sogar, dass die „Verbandsstrategen“ auf – nur noch - eine einzige „Raiffeisen-Deutschland-Bank“ hinarbeiten. …

Was wir jetzt sagen, wird vermutlich das „Herzblut“ eines jeden überzeugten, idealisierten „Raiffeisen-Banken-Mitglieds“ gefrieren lassen…

Wir argumentieren z.B. recht deutlich gegen das, was den Menschen derzeit „verklärt“  im „Raiffeisen-Jahr“ – in Sachen Bankgenossenschaften - verkauft wird.
So etwas könnte quasi „gleichgültig“ zu klingen. Aber wir betonen ausdrücklich „könnte“, denn wir werden zeigen, was – sofern Herr Raiffeisen heute (wieder) auftauchte – dieser eigentlich – genossenschaftlich - lösen würde. So wäre es wahrscheinlich sein Hauptanliegen, den – gerade jetzt so wichtigen – Bank-Genossenschaftsgedanken im „hier und heute“ - zukunftsfähig ausrichten.

Seine Darlehnskassen hatten damals eine immense Bedeutung.

Wäre zu fragen, worin denn heute (noch) die Bedeutung dessen liegt, was man aus dieser guten  „Darlehnskassen-Idee“ inzwischen gemacht hat? Und noch wichtiger wäre zu fragen, wofür die heutige “Raiffeisen-Bank-Idee“ steht und erst Recht, wofür sie morgen dienen soll?

Es sollte uns nachdenklich machen, wenn der „Darlehns-Kassen-Banker“ Raiffeisen geehrt wird, alle Festredner nur von der Bedeutung und Wichtigkeit von „Genossenschaften“ (ganz allgemein) sprechen, nicht aber von der Bedeutung von „Raiffeisen-Genossenschaftsbanken“.

Selbst dem „Schirmherrn“ des Raiffeisen-Jahres 2018, dem Bundespräsidenten, fällt dazu nichts ein. Und es wird noch „besser“. Die „Hauptsponsoren“ des Raiffeisenjahres (Banken, Verbände, Stiftungen) hätten ganz sicher nicht vergessen, die Bedeutung der Raiffeisenbanken für die Zukunft des deutschen Genossenschaftswesen zu erwähnen, wenn es denn eine solche gäbe?   

Selbst das „Grundlagenpapier“ der Raiffeisen-Nachfolger zum 200. Geburtstag ihres Namensgebers, die „Westerwälder Erklärung“ mogelt sich ganz elegant um Aussagen zur Bedeutung des „Raiffeisen-Bankenwesens“ herum. …

Auch die „Kaderschmiede“ des deutschen Genossenschaftsbanken-Wesens, die ADG (Montabaur) bereitet sich auf Neuauslastung – genannt  Modernisierung - vor. Könnte man erkannt haben, dass der Ausbildungsbedarf für Genossenschaftsbanken immer geringer wird, weil es immer weniger „Bankkaufleute“, etc. geben wird. Man beginnt neue „Produkte“ zu finden, um Auslastung zu schaffen. So entstand  z.B.. die Idee „Genopreneurship“ (Gründung von Genossenschaften), stark gesponsert von der Finanzstruktur der Raiffeisen-Verbände 

Deshalb prognostizieren wir: Die obersten Verbandsstrategen im Raiffeisen-Banken-Sektor verfolgen beharrlich ihre Verschmelzungsstrategie und nichts wird sie darin beirren können. Sie haben die „Konzern-Genossenschafts-Bank“ vor Augen: Großbanken

Aber wie können die Verbände dieses Ziel elegant erreichen?



"Weg frei" - Jetzt Volksbanken verschmelzen!? (Teil 2)



Der Weg ist genial einfach:

Man holt sich das (Eigen-) Kapital durch strikten Kurs auf erfolgreiche „Verschmelzungen“.  Und holt sich auf diesem Wege – ohne die Mitglieder über den Transfer ihres eigenen Genossenschaftsvermögens in andere Hände zu informieren - das in Generationen aufgebaute Vermögen der vielen kleinen und mittleren Raffeisenbanken.  Frei nach dem Konzept: Wir machen den Weg frei!

Und dieses Konzept hat doch bisher gut geklappt – oder?!

Wir wollen das kurz - und auch für Laien - nachvollziehbar erläutern. (Wer mehr zum Thema wissen möchte, findet am Ende unserer Ausführungen einige Literaturhinweise).

Gehen wir den Spuren von Herrn Raiffeisen nach, so forderte er für jedes Dorf einen eigenen „Darlehnskassen-Verein“ (Genossenschaft). Und diese Idee wurde im Laufe der Jahre gern aufgriffen und verfolgt, so dass (fast) jedes Dorf seine eigene „Darlehnskasse“ hatte. Später wurden daraus meist Volks- oder Raiffeisenbank.

Dann begannen die Verbandsstrategen tätig zu werden und sie „empfahlen – weil das Geldgeschäft umfangreicher und der Kreditbedarf (angeblich) größer geworden sei – zuerst kleine Raiffeisen-Banken zu größeren Raiffeisen-Banken, dann zu noch größeren …. später zu noch noch größeren Banken …. zusammenzuschließen. „Empfehlen“ ist ein sanfter Ausdruck zu dem, wie das wirklich „organisiert“ wurde und immer noch wird.

Würden die Mitglieder darüber wirklich Bescheid wissen, sie würden sich wahrscheinlich beschämt abwenden. Wie gut, dass so etwas „hinter den Kulissen“ abläuft; den Mitgliedern wird jedoch dabei „heile GenossenschaftsWelt“ vorgespielt.
Man nutzt bewusst, die (noch) große Identifikation der Genossenschaftsbank-Mitglieder mit „Ihrer“ Raiffeisenbank-Idee, um die eigentliche „Strippenziehung“ nicht erkennbar zu machen. …

Die „Überbringer“ der schlechten Nachrichten, wie z.B. „Genoleaks“ werden – in diesem Konzept einfach zu den „Erzeugern“ der schlechten Nachrichten, „umdefiniert“. So einfach kann die Welt „gemacht“ werden …

Bitte nicht ablenken lassen, sondern nachfragen:

Aber was ist wirklich geschehen, bei jeder erfolgten „Verschmelzung“?
Und was wird weiterhin geschehen, Verschmelzung für Verschmelzung?

Starten wir mit einem „Weckruf“.

Wir behaupten, dass bei jeder „Verschmelzung“ quasi eine Art „Enteignung des genossenschaftlichen Vermögens“ eines  jeden Mitgliedes einer Raiffeisen- oder Volksbank erfolgt, sofern das Mitglied zu der Bank gehört, die verschmolzen wird bzw. bereits verschmolzen wurde!

Spätestens jetzt müssten alle gutgläubigen Genossenschaftsmitglieder – oder zumindest die Verbände-Oberen – auf die Barrikaden gehen und „Irrtum“ rufen.
Werden sie aber nicht, denn wir werden dann „Beweis“ antreten müssen und der könnte nicht gewünscht sein … - zumindest nicht im „Raiffeisen-Jahr“ …

Die Fragen einiger Bankgenossenschafts-Mitglieder sind durchaus berechtigt, ob sich Vorstände und  Aufsichtsräten von zu verschmelzenden oder bereits verschmolzenen Genossenschaftsbanken „schadenersatzpflichtig“ machen oder gemacht haben, wenn sie ihre Mitglieder nicht auf diese „kalte Enteignung“ (vorab) aufmerksam gemacht haben. Auch das Prüfen beider Genossenschaften im Rahmen einer Verschmelzung durch den gleichen  Verband ist sicherlich nicht ganz unproblematisch, zumal beide betroffenen Raiffeisenbanken dazu keine Alternative haben ….

Aber das ist hier nicht Aufgabe unserer Erörterungen. Es könnte jedoch späterhin interessant werden, wenn es um die „neuen Wege“ für zu verschmelzende Raiffeisengenossenschaften  – z.B. in Richtung Bürgergenossenschaften – geht.   

Schade, dass Herrn Raiffeisen diese „Peinlichkeit“, die mit seinem Namen verbunden ist,  nicht erspart bleibt. Seine sehr  ehrenwerten Gedanken werden durch seine Nachfolger ins Gegenteil verkehrt. …

Wenn diese Zusammenhänge erkannt und bekannt werden, könnte das einer der größten Rückschläge werden, die das deutsche Genossenschaftswesen je zu verkraften hatte.

Einige Kritiker dieser deutschen Genossenschaftspolitik meinen, dass das Jahr 1934 ein genossenschaftliches Jahr der Niederlage war.
Nicht auszuschließen, wenn Historiker bald erklären werden, dass das Jahr 2018 ebenfalls zu einem Problemjahr für das deutsche Genossenschaftswesen geworden ist.
Wohl gemerkt, es geht längst nicht nur um ein Thema, das den Sektor Genossenschaftsbanken angeht. Das gesamte deutsche Genossenschaftswesen könnte in negative „Schlagzeilen“ geraten – woran weder Genossenschaftsmitglieder, noch die Verbände im Genossenschaftswesen, noch die Politik ein Interesse haben können.

Aus diesem Grunde ist es durchaus verständlich, wenn gefordert wird, diese Vorgänge zur Klärung nicht herunterzuspielen oder gar zu ignorieren.

Schon allein der „Verdacht“, das eine Verbändestrategie auf dem Rücken der Genossenschaftsmitglieder ausgetragen würde, ist eine für das gesamte deutsche Genossenschaftswesen mehr als peinliche Situation. Es geht dabei um erhebliche Vermögensmassen, über die zu souverän zu entscheiden, wurden den davon betroffenen Genossenschaftsmitgliedern einfach keine Informationen gegeben.  

Nicht von ungefähr gefordert wird – gesetzlich vorgeschrieben - vor dem Zustandekommen von Verschmelzungen bei Genossenschaften, dass der jeweilige Prüfungsverband, dem beide oder mehrere Genossenschaften angehören, die in eine Verschmelzung involviert sind, die Verschmelzung „begutachtet“. Damit soll verhindert werden, dass fehlende Sachkenntnis der Mitglieder zu Nachteilen für die Mitglieder werden können. Weil es im Genossenschaftsbereich Banken, jedoch eine „Monopolsituation“ des Prüfungsverbandes gibt, werden stets beide der betroffenen Banken vom gleichen Prüfungsverband geprüft. Es liegt eigentlich nahe, dass eine solche Situation leicht zu dazu führen könnte, dass Mitgliederinteressen und Verbandsinteressen in Disharmonie geraten können. Eine schwierige Situation für den Prüfungsverband!
Eingedenk dieser Lage wäre es dringend anzuraten, sicherzustellen, dass solche Prüfungen von unterschiedlichen Prüfungsverbänden durchgeführt werden oder „Auftragsprüfungen“ an andere Prüfungseinrichtungen erteilt werden (z.B. Wirtschaftsprüfungsgesellschaften).

Wir wollen das Prinzip „Wachstum durch Enteignung(?)“ gern an anderer Stelle aufgreifen, hier müssen wir uns auf wenige Ausführungen begrenzen, denn wir wollen eher Lösungen suchen und weniger Probleme erörtern.
(Vielleicht gibt es couragierte, freie Wissenschaftler, die sich dieser Spezial-Thematik annehmen.) …

Hier nun – verkürzt - die Methode „Wachstum durch Enteignung(?)“ und die sich daraus ergebenden „Chancen“ für Bürgergenossenschaften.

Jede Genossenschaft, die startet oder aufwächst, nutzt die Geschäftsanteile der Mitglieder (Eigenkapital), um damit ihren Geschäftsbetrieb zum Laufen zu bringen.
Eine Wohnungsbaugenossenschaft baut Wohnungen, eine Handwerksgenossenschaft bietet immer bessere Leistungen an, investiert in neue Werkzeuge, bietet ihren Mitgliedern Arbeitsplätze, usw.
Bei jeder Genossenschaft sind die Hintergründe andere, stets ist jedoch die Förderung der Mitglieder wichtigster Teil des wirtschaftlichen Handelns.

Über die Jahre hinweg führt das dazu, dass der „Wert“ der Genossenschaft weit über den „Wert“ der Geschäftsanteile hinausgeht.

Was geschieht nun aber, wenn ein Mitglied ausscheidet?

Es bekommt lediglich seine eingezahlten Geschäftsanteile zurück. Das dahinterstehende Prinzip ist durchaus nachvollziehbar oder vernünftig:

Das ausscheidende Mitglied soll die Existenz der Genossenschaft nicht schwächen. …

Ist das richtig oder gerecht?

Der Denkansatz ist in Ordnung, solange man nicht „verschmilzt“.

Würde man jedoch verschmelzen, wäre er „ungerecht“, denn dann würde das gesamte Vermögen der Genossenschaftsmitglieder der „zu verschmelzenden Genossenschaft“ auf jene Genossenschaft übergehen, auf die „verschmolzen“ wird!

Es muss die Frage erlaubt sein:

Was wäre zu tun, um diese „Ungerechtigkeit“ bei den Mitgliedern der „wegverschmolzenen“ Genossenschaft nicht entstehen zu lassen?



"Weg frei" - Jetzt Volksbanken verschmelzen!? (Teil 3)


Man bildet z.B. einen „Auseinandersetzungsfonds“.

Dieser würde es grundsätzlich ermöglichen, jedem Mitglied die Möglichkeit einzuräumen, am „Wertzuwachs“ seiner Genossenschaft beteiligt zu sein, ohne die Substanz der Genossenschaft zu schwächen. …

Bereits heute können solche „Auseinandersetzungsfonds“ geschaffen werden.

Es sollte – gerade im „Raiffeisen-Jahr“ – darüber nachgedacht werden, in wieweit es nicht zu einer Grundsatzdiskussion in den Verbänden kommen könnte, an dieser Stelle dem Genossenschaftsgedanken zusätzliche „Schubkraft“ zu verleihen.

Würde man solche „Zuführungen“ zum Aufbau eines „Auseinandersetzungsfonds“ steuerlich „privilegieren“, hätte auch die Politik gezeigt, dass es ihr Ernst ist, innovative Impulse in Richtung Genossenschaftsentwicklung zu geben. Bisher „erschöpfte“ sich die Politik eher in „wohlwollenden Redebeiträgen“. … 

Genau diese „Lücke“, dass es keine „Auseinandersetzungsfonds“ bei Bankgenossenschaften gibt, machen sich die Verbands-Strategen zu eigen, um intelligent, intensiv und nachhaltig an der Verschmelzung von „Raiffeisen- und Volksbanken zu arbeiten. Verschmelzungen sind zugleich „preiswert“ und – aus Verbandssicht – attraktiv.

Man muss neidlos anerkennen: Ein wirklich geniales Konzept – oder?

Was jedoch aus Verbandssicht „genial“ erscheint, ist aus Sicht der Genossenschaftsmitglieder geradezu „deprimierend“:

Die Mitglieder jeder zu verschmelzenden Genossenschaftsbank sind die großen Verlierer.

Das war bisher so und wird es auch weiterhin sein, wenn keine (Gesetzes-) Änderung erfolgt.
 
Um es zu verdeutlichen:

Die Mitglieder einer „übertragenden“ Bank werden natürlich auch Mitglieder der „aufnehmenden“ Raiffeisenbank. Das wollten sie und das bekommen sie auch.

Was sie aber ganz sicher nicht wollten, ist das gesamte Vermögen (die erwirtschafteten Werte ihrer bisherigen Genossenschaft, auch zu übertragen.

Was würde die „aufnehmende Bank“ auch für gewichtige Argumente diesen Mitgliedern nennen können, dass sie dies – bewusst und aus freien Stücken - dennoch tun könnten bzw. würden?

Würden die Verbandsstrategen etwa sagen wollen, dass nur mit dieser Methode das genossenschaftliche Bankensystem in Deutschland dauerhaft gesichert erhalten werden kann?

Aber das würde wohl gerade die bewussten Bankgenossen eben nicht überzeugen, weil man sie darüber noch nicht einmal informiert oder Gespräche geführt hat.

Und diese Bankgenossen könnten sich sogar beginnen, an ihr Vorbild Friedrich Wilhelm Raiffeisen zu erinnern, der die Förderung und die Interessen der Mitglieder stets im Vordergrund sah.

Die Bankgenossen von heute, stehen längst nicht mehr im Mittelpunkt der heutigen Bank-Manager. Den Raiffeisen-Banken ist heute nicht mehr an Mitgliedern gelegen, sondern nur noch am Vermögen, was durch die Mitgliedschaften erwirtschaftet wurde. …

Die Mitglieder würden auch Fragen stellen wie:

A.   Was genau ist es nun, weshalb man in Deutschland ein genossenschaftliches Bankenwesen benötigt?
B.   Welche Vorteile hat ein Mitglied wirklich von „seiner“ Genossenschaftsbank zu erwarten?
C.   Weshalb ist die Zeichnung zusätzlicher Geschäftsanteile überhaupt so eng eingeschränkt?
D.   Weshalb werben Genossenschaftsbanken Neukunden mit dem Hinweis, dass man Kunden und Mitglieder gleich behandelt?
E.   Warum gibt es in Deutschland ein beständiges „Abschmelzen“ von Genossenschaftsbanken, während gleichzeitig gesagt wird, dass Genossenschaften neu gegründet werden sollen?

Ein Verdacht, dass das Raiffeisenbanken-System in der bisher praktizierten Form keine Zukunft haben könnte, ist offensichtlich doch begründet?     



Es wird Zeit, dass in diese Richtung jetzt begonnen wird, zu forschen, zu informieren und mit den Bankgenossen zu diskutieren!

Weil das alles sich mitten im „Raiffeisen-Jahr 2018“ ereignet, ist es sehr verwunderlich, wie „beharrlich“ gerade solche Fragen ausgeblendet und der Bevölkerung, besonders den Mitgliedern, keine überzeugenden Antworten gegeben werden.

Gerade jetzt wäre es wichtig, so jemand wie damals Herrn Raiffeisen in Erscheinung treten zu lassen.

Dessen historische Verdienste sind unbestritten. Aber sie liegen lange zurück. Sich in der heutigen Zeit darauf auszuruhen, ist im genossenschaftlichen Bankensektor fatal.
Auch das ist ein Grund mehr, heute die Mitglieder von Raiffeisen- und Volksbanken aufzuwecken, damit diese Diskussion – von unten nach oben – endlich offen und ehrlich geführt wird.
 
Wir sind sicher, würde man jedem Mitglied sagen, worum es wirklich geht und mit welchen Folgen für die Mitglieder, es würden Diskussionen beginnen. Wahrscheinlich würden einige Mitglieder sogar verlangen, dass endlich – wirklich genossenschaftliche – Lösungen bzw. Alternativen aufgezeigt werden.

Aber genau das wollen und  „müssen wohl auch) die Verbandsstrategen verhindern. Denn nur wenn eben nicht umfassend informiert wird, wenn nichts zu unterschiedlichen Möglichkeiten der Mitglieder in einem Prüfungsbericht steht, wenn die Mitglieder nicht erfahren, dass sie ihr gesamtes Vermögen auf die aufnehmende Bank übertragen, können sie sicher mit dem gewünschten Ergebnis rechnen. …

So entsteht eine merkwürdige Situation, die man durchaus als „kalte genossenschaftliche Enteignung“ bezeichnen könnte.

Die einen nennen dies „rechtlich korrekt“, die anderen nennen das eher eine  „genossenschaftliche Enteignung“. ….


"Weg frei - Jetzt Volksbanken verschmelzen!? (Teil 6)



Unser Konzept geht u.a. von folgenden – genossenschaftlichen – Prinzipien aus:

A.   Sie möchten weiterhin Mitglied der Genossenschaft bleiben, der Sie bisher Ihr „Herzblut“ geschenkt haben, die Sie irgendwie mögen?

Nach unserem Konzept können Sie das ganz sicher realisieren.

B.   Sie möchten Ihre Ersparnisse weiterhin – gesichert - aber gern mit etwas mehr Rendite anlegen?

Nach unserem Konzept wird auch das in Erfüllung gehen.

C.   Sie möchten, dass sich mehr Menschen in Ihrer Gemeinde oder Kleinstadt ebenfalls für Genossenschaften begeistern können?

Unser Konzept schafft auch das.

D.   Sie möchten beitragen, dass Ihre Gemeinde oder Kleinstadt mehr Vitalität oder Attraktivität bekommt?

Auch das schafft unser Konzept durchaus.

E.   Sie möchten weiterhin Mitglied einer Bankgenossenschaft bleiben.

Auch das können Sie mit unserem Konzept erreichen.

F.   Sie möchten helfen, sicherzustellen, dass die Geldversorgung an Ihrem Wohnort dauerhaft gesichert bleibt.

Auch das kann unser Konzept realisieren, leichter wie Sie dies als Bankgenosse können, wenn Ihre Bank verschmolzen wurde.

G.   Sie möchten gern auch dann noch gesichert in Ihrem Wohnort leben können, wenn Sie dazu Hilfe benötigen (Pflege, usw.).

Genau dazu dient unser Konzept!

H.  Sie möchten anderen Raiffeisen- und Volksbankenmitgliedern wieder Mut machen, um stolz zu ihrer Genossenschafts-Mitgliedschaft stehen zu können.

Unser Konzept wird genau das auch schaffen.

I.    Sie möchten selbst einen Beitrag leisten, damit auch weiterhin der Name Friedrich Wilhelm Raiffeisen seinen guten Klang in Deutschland behält?

Auch das – und vielleicht noch viel mehr - kann unser Konzept leisten.

Insgesamt gilt:

Lassen Sie uns gemeinsam ein Stück moderne Geschichte des deutschen Genossenschaftswesens schreiben!

Sie fragen zu Recht:

Und das geht wirklich?

Eindeutig JA!

Und wir zeigen Ihnen – im nächsten Teil - gern:

·         Wie es geht  
und
·         Weshalb  dieser Weg für die Raiffeisen- und Volksbanken-Mitglieder, die Menschen in Ihrer Gemeinde und für eine vitale Entwicklung Ihrer Gemeinde ….

einfach  g e n i a l  ist! ….


(Literaturhinweis: „Unsere Volks-oder Raiffeisenbankbank soll fusionieren“ - Autor: Georg Scheumann, Verlag UDG eG. Der Ratgeber  kann direkt über www.igenos.de oder über www.coopgo.de bestellt werden.)

(Gern können Sie „Coop-Transform“ Ihre Fragen zusenden- info@CoopGo-Transform.de). Wir werden unsere Antworten – möglichst zeitnah - entweder einzeln oder innerhalb eines gleichen Themenkomplexes veröffentlichen. Coop-Transform unterstützt die kooperative Bewegung CoopGowww.CoopGo.de  )


13.03.2018

Bürger-Genossenschaften und „Bürgerbanken“ (Teil 3)



Frage:

Was ist damit gemeint, dass Bürgergenossenschaften eine wohnortnahe Geldversorgung für eine Gemeinde sicherstellen müssten und können?  

Die Attraktivität eines Wohnortes oder das Gegenteil davon, hängt auch damit zusammen, wie einfach und bequem Bürger ihre „Geld- oder Finanzgeschäfte“ erledigen können. Für junge Menschen könnte diese Frage leicht zu beantworten sein: Sie nutzen „Online-Banking“. Für ältere Menschen – und die sind ein großer Teil der Bevölkerung in den ländlichen Räumen, wird dies keine Lösung sein. Und wenn man mehr von einer Bank erwartet, als nur „Geld hin und her zu transferieren“, dann kommt man schnell an die Grenzen des „Online-Bankings“. …
Wenn neben dem Fleischer, dem Bäcker, dem Ladengeschäft, etc. auch noch die Bankfiliale im Ort verschwindet, können noch so viele staatliche Förderprogramme nicht dafür sorgen, dass die Bevölkerung im Ort überaltert und schrumpft. Und dieser „Schrumpfprozess“ wird sich unaufhaltsam fortsetzen, solange keine wirksame „Trendumkehr“ geschaffen wird. …
Aber mit den Instrumenten der „Kommunalverwaltung“ kann und wird dies nicht erreicht werden. Was nutzen den Bürgern „neue Straßenlaternen“, wenn es keinen Arzt am Ort gibt, was nutzen neue Spielplätze, wenn keine Kinder vorhanden sind, weil die junge Generation längst in die Oberzentren abgewandert sind? Die Instrumente der „Kommunalpolitik“ sind begrenzt. Sie heißt und ist „Kommunal-Verwaltung“, auch wenn sie meint „Politik“ zu machen. Diese Illusion haben gute Politiker längst nicht mehr. Andere tun weiterhin „ahnungslos“ das, was man halt von ihnen erwartet, oder auch nicht mehr …
Es gibt immer zwei Möglichkeiten: Entweder man wartet; aber was sollte kommen, was nicht schon längst hätte kommen können? Oder man ergreift selbst die Initiative, entwickelt gestaltet und organisiert selbstorganisiert. …
„Bürger-Selbstorganisation“ in Form von Genossenschaften und/oder Vereinen hat bereits in vielen Regionen erfolgreich stattgefunden. Man muss also das „Rad“ nicht neu erfinden, sondern beginnt damit, sich zu orientieren, nimmt Kontakt zu denen auf, die bereits diesen Weg der „Selbstorganisation“ gegangen sind. Alle diese Initiativen haben gelernt, dass man nicht auf „politische Wunder“ warten sollte, denn die kamen nie. Alle diese Initiativen haben erkannt, dass Veränderung und Wandel stets dann zustande kam, wenn Bürger Eigeninitiative ergriffen, sozusagen zur „Selbstorganisation“ übergingen.
Nicht der Politik von „die da oben“ vertrauten sie, sondern der Kraft des „WIR“, der „Selbstorganisation“ und „Selbsthilfe“. Und alle Initiativen bekannten danach sehr selbstbewusst:
„Wir haben eigentlich nur einen Fehler gemacht: Wir haben zu lange gewartet, zu lange auf die „inhaltsleeren“ Worte der Politik vertraut
Was hat aber nun „Selbstorganisation“ damit zu tun, um z.B. sicherzustellen, dass – dauerhaft – eine gute Geldversorgung und entsprechende Beratungsangebote vor Ort sichergestellt sein können?
Wir meinen mehr, wie man bisher gemeint hat, denn eine „wohnortnahe Geldversorgung“ und „Geld-Beratung“ ist mit Grundlage dafür, dass eine „Re-Vitalisierung“ der Gemeinde oder des Dorfes glaubwürdig initiiert werden kann.
Um den bereits erfolgten - und noch „drohenden“ - „Aderlass“ von Lebens-Qualität- zu bremsen oder gar den Trend umzukehren, muss zwingend jeder weitere „Nachteil“ vermieden werden, der die Bürger der Gemeinde gegenüber der Bevölkerung der Oberzentren zugemutet wird. Wir verwenden hier durchaus den abstrakten Begriff „Lebens-Qualität“, denn genau das sollte der Maßstab für „Vergleiche“ sein. Es kommt also nicht darauf an, ob etwas – von irgendwoher – als zumutbar beurteilt wird, sondern es kommt einzig darauf an, wie die Bürger einer betroffenen Gemeinde eine Entwicklung selbst beurteilen.
Mit Einführungen sog. Verwaltungs-Gebiets-Reformen hat die Politik bereits „erfolgreich“ gezeigt, dass die jeweilig konkreten Bürger-Interessen eigentlich nie Maßstab für die Landespolitik „fernab“ waren.
Dass dringender Bedarf zur „Selbstorganisation“ in Sachen „wohnortnahe Geldversorgung“ besteht mögen folgende Zahlen signalisieren:        
Dazu schauen wir uns die Situation bezüglich zweier „Banken-Typen“ an. Dies sind zum einen die „Sparkassen“ und zum anderen die „Volks- oder Raiffeisenbanken“. Andere Banken können wohl ausgeklammert werden, weil darauf „Bürgergenossenschaften“ wohl nur sehr begrenzten Einfluss haben. Das soll nicht heißen, diese – einzelfallbezogen - komplett auszuklammern. Auch noch darauf einzugehen, würde jedoch hier den Rahmen sprengen.
Die Zahl der Filialen der Sparkassen in Deutschland sank von 2013 bis 2017 von ca. 15.800 auf ca. 15.300. Das ist ein Verlust von 500 Filialen.
Tendenz – weiter steigend.  
Im Jahre 1950 gab es in Deutschland ca, 12.000 Kreditgenossenschaften. Die Zahl sank bis zum Jahre 1990 auf ca. 3.040, darunter 3.000 Volks- und Raiffeisenbanken. Im Jahre 2016 gab es dann nur noch 946 davon. Tendenz – es werden weiterhin Banken „wegverschmolzen“.  Insider sprechen davon, dass beabsichtigt ist, nur noch maximal 10-20 Kreditgenossenschaften pro Bundesland zu haben und Geschäftsstellen zu schließen, die weniger als 300 Mio. Euro Geschäftsvolumen erbringen.
Allein von 2015 bis 2016 sank die Anzahl der VB- und RB- Bank- Zweigstellen um 666 (!). Auch dieser Trend geht ungebrochen weiter.
Fachleute gehen davon aus, dass sich die Banken-Filialen insgesamt von 34.000 (2015) auf 20.000 (2015) reduzieren werden. Das sind pro Jahr ca. 1.400 weggefallene Filialen. Davon werden pro Jahr etwa 1.000 Gemeinden betroffen sein.  Die „Geldgeschäfte“ der Bürger werden „wohnortfern“ abgewickelt werden müssen.
Man sieht unschwer, dass der Wohn-Wert der Orte und Gemeinden weiter sinken wird.
Was haben aber Bürgergenossenschaften hiermit zu tun?
Eine  „Bank“ werden sie nicht ersetzen können oder gar eine solche gründen. Das lässt das Kreditwesengesetz nicht zu. Auch könnte man sich nicht „Bank“ nennen oder den Namen „Bank“ im Namen verwenden.
Die Bürgergenossenschaft soll auch keine „Ersatz-Bank“ sein, auch wenn wir den Begriff „Bürger-Bank“ hier verwenden. Wir verwenden ihn deshalb um zu verdeutlichen, dass es Ziel sein muss, dass eine Bürgergenossenschaft analoge Leistungen für ihre Mitglieder sicherstellen sollte und das auch kann. Wohl gemerkt, „sicherstellen“, nicht selbst als Bank tätig werden. Wer es mag, kann natürlich auch andere Begriffe verwenden, wie z.B. „Bürger-Finanz-Service“,  „Geld-Beratungs-Service“ oder ähnlich.
In Bezug auf „Bürgerbank“ ist es also – allgemein ausgedrückt – die Aufgabe der Bürgergenossenschaft, ihren Mitgliedern bzw. den Bürgern ihrer Gemeinde, eine Erledigung deren Geldgeschäfte analog so zu ermöglichen, als wohnten diese in einem Oberzentrum. Es geht um das „als ob“!
Das ist zu viel des Guten, könnten jetzt eingewandt werden, wir wären bereits froh, wenn wenigstens ein Geldautomat aufgestellt würde. …
Nein, das ist wahrlich nicht übertrieben, denn es geht nicht nur darum, Abwanderungsverluste bei der Bevölkerung zu vermeiden, sondern diesen Trend endlich umzukehren:
Das Dorf, die Gemeinde braucht wieder „Zuwanderung“ und das schafft man nur wenn man nicht in „Verlustvermeidung“ denkt und handelt, sondern in Kategorien mit denen „Zukunftsfähigkeit“ erzeugen werden kann.
Als „Selbstorganisierer“ beginnen wir uns aus der bekannten, aber erfolglosen „Opfer-Rolle“ zu lösen, den „Bittsteller-Status“ aufzugeben und selbstbewusst unsere eigene Zukunft - durchaus „rosig“ - zu planen. Wir wählen dafür das „Leitmotiv“z:
„Richtig ist, was für unsere Gemeinde wichtig ist“!
Jede andere Haltung – das kann man inzwischen gut sehen – bringt uns nur noch tiefer in den „Schlamm“, schon gar nicht davon weg. …  
Mit dem Motto unser „Unser Ort soll schöner werden“ stellte uns die Kommunalpolitik ruhig. Wir müssen jetzt diesen Spruch selbstbewusst erweitern:  
„Unser Ort soll schöner  u n d  attraktiver“ werden!
Und das alles kann geschehen, wenn wir eine „Bürger-Genossenschaft“ in unserem Ort haben?
JA – so selbstbewusst sind Menschen, die erkannt haben, dass „Kooperation“ bzw. „Miteinander“ quasi „Berge versetzen“ kann.
So überzeugt sind Eltern, die nicht nur über die Zukunft ihrer Kinder plaudern, sondern dafür etwas bewegen wollen.
So initiativ sind Menschen, denen Gemeinschaft wertvoll ist und denen es wichtig ist, ihr Leben in einer Umgebung mit Qualität (Erholungswert) zu genießen.
Wer „bewusst“ den Wohnort Gemeinde wählt – und das werden immer mehr Menschen sein – erwartet zu Recht auch einige Selbstverständlichkeiten, wie sie derzeit nur in Oberzentren oder Großstädten geboten werden.
Bürgergenossenschaften oder moderner gesagt „BürgerCoops“, sind nicht nur einfach eine weitere Form von Genossenschaft. Sie sind eine Art „wahre Alternative zum Wohnen und Leben in Großstädten“. Wer das nicht nachvollziehen kann oder will, dem wird eine wirkliche Trendumkehr kaum gelingen. Der wird hinnehmen müssen, dass man auf dem Lande „nur“ wohnt, aber die Stadt benötigt, um zu Leben.
Im Teil 4 werden wir uns ganz auf die Finanzierung solcher Bürgergenossenschaften konzentrieren. Dort werden wir z.B. eingehen darauf, wie man
·         intelligent mit bevorstehenden (Zwangsfusionen) von kleinen Kreditgenossenschaften umgeht,
·         wie man auf „Hiobsbotschaften“ von Filialschließungen von Volksbanken oder Sparkassen reagiert.
Besonders für Gemeinden die durch eine (Zwangs-) Verschmelzung auf eine größere Volksbank betroffen sind, werden wir aufzeigen, dass man absolut nicht einfach „kapituliert“, sondern besser dafür sorgt, das „Geld im Dorf zu lassen“.
Dabei geht es schnell um Millionenbeträge, die „unverhofft“ nicht nur das Startkapital für die Gründung einer Bürgergenossenschaft erbringen, sondern auch erste Aktivitäten der Bürgergenossenschaft zum Realisieren bringen können. Diese Millionen-Beträge können z.B. den Bau eines „Gemeinde-Wirtschafts-Service-Zentrums“, ermöglichen, in dem gezielt Räumlichkeiten zur Vermietung für Dienstleistungen und Gewerbe geschaffen werden können. Und dabei geht es nicht nur um Pflegedienste, auch die Post- oder Paketagentur, der Bäcker, der Fleischer, die IT-Agentur, etc.. Auch andere nützliche Gewerbe könne „angesiedelt“ werden und erste Erträge (Vermietung) erbringen. …
Selbstorganisation ist eine Kombination von Fantasie, Mut, Selbstverantwortung und Selbstvertrauen.
Wenn das „WIR“ erkannt und in Aktion gebracht wird, dann wird es möglich, in Richtung mehr „Gleichgewicht“ zwischen Stadt und Land herzustellen.
Es wird immer mehr Menschen geben, die gern aus den Städten wegziehen würden, aber denen das (derzeitige) Landleben (noch) zu wenig zu bieten scheint. Was genau fehlt, das wäre zu analysieren und – sofern gewünscht – sollte man sich – durchaus vorrangig - auf dieses Klientel verstärkt ausrichten.
Bürgergenossenschaften haben zweifellos eine große Zukunft. Sie können der „Motor“ für ein selbstbewusstes, neues Selbstverständnis im „Stadt – Land“ Leben sein.
Ohne Bürgergenossenschaften wird sich wohl nichts ändern lassen. Mit Bürgergenossenschaften hat man wenigstens das Handlungs-Potenzial für Änderung geschaffen und man kann dann immer noch entscheiden, „wieviel“ man davon „wann“ und „wie“ wirklich nutzen will. …    
(Dazu mehr im Teil 4)
(Literaturhinweis: Gern gegeben wir dazu eine Literaturempfehlung: Das Taschenbuch mit dem Titel „Unsere Volksbank soll fusionieren“ (Autor: Georg Scheumann, Verlag UDG eG) kann direkt über www.igenos.de oder über www.coopgo.de bestellt werden. Für potenzielle Planer von Bürgergenossenschaften, sollte es unbedingt ausgewertet werden.)

(Gern können Sie „CoopTransform - info@cooptransform.de -“ Ihre Fragen zusenden. Wir werden unsere Antworten – möglichst zeitnah - entweder einzeln oder innerhalb eines gleichen Themenkomplexes veröffentlichen.)

Mitgliederförderung: Das „Grundrecht“ jeder Genossenschaft. Geiz, Gier, Kontrollsucht, etc „nagen“ an diesem Fundament! (1)

*Förderung in und mit Genossenschaften*   CoopGo-Dialoge - GenoLand-Dialoge    * Journalismus de...